Und ich werde nicht mehr sein

Das neue lyrische Programm von Theater Vinolentia zum Thema „Tod“, von erlösend bis erschütternd und von entfesselt bis entsetzlich.
Ob das eigene Ende vor Augen oder in Trauer um eine Geliebte – zunächst scheint das Leid der Akteure unüberwindlich, der Tod ist die maximale Katastrophe. Ob aber das Sterben im allerkleinsten Kreise vor sich geht oder als Massenphänomen in Krieg und Vernichtung auftritt – erst das Ende offenbart die Schönheit des Lebens ganz. Wie wir mit dem Tod umgehen bestimmt unser Sein, und erst die Akzeptanz der eigenen Endlichkeit gibt einen Ausblick auf die Möglichkeit eines erfüllten Lebens.
Wie schon bei „Hautnacktheiß und höllenfieberisch“ lassen wir diejenigen zu Wort kommen, die es verstehen, in wenigen Zeilen zum Kern der Dinge vorzustoßen: die Dichter.
Mit Texten von Erich Kästner, Paul Celan, Gottfried Benn, Edgar Allan Poe, Rainer Maria Rilke, Alfred Lichtenstein und anderen.
Nach einer Idee von Guido Baumgarten und Christian Moritz.

Die Termine

Samstag, 04.02.2012 – Beginn 20 Uhr (Premiere)
die hinterbuehne, Hildesheimer Str. 39a, 30169 Hannover

Samstag, 11.02.2012 – Beginn 20 Uhr
Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4, 30451 Hannover

Samstag, 18.02.2012 – Beginn 19 Uhr
SofaLoft, Jordanstr. 26, 30173 Hannover

Samstag, 25.02.2012 – Beginn 20 Uhr
Freizeitheim Lister Turm, Walderseestr. 100, 30177 Hannover

Samstag, 03.03.2012 – Beginn 20 Uhr
Theatersaal der Fachhochschule Hannover (FHH) Fakultät V, Blumhardtstr. 2, 30625 Hannover


G. Baumgarten & C. Moritz

Das Stück entstand nach einer Idee unserer Vereinsmitglieder Guido Baumgarten und Christian Moritz, die sich auch schon bei "Hautnacktheiß und höllenfieberisch" intensiv mit Lyrik aus den verschiedenen Jahrhunderten beschäftigt hatten. Sie legen nun mit diesem Stück sozusagen eine Fortsetzung vor, die sie aber gänzlich einem anderen Thema widmet: dem Tod.

 

Kein Themenkreis ist, neben der Liebe und Zuneigung, so oft in Gedichten vertreten wie der Tod. Die Autoren der insgesamt 36 Gedichte und Gedichtfragmente sind nicht alle einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Für die Auswahl der Texte stand nicht die Beliebtheit der Dichter im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, die Texte so zu arrangieren, dass eine erkennbarer Plot entsteht und eine sowohl kontrastierte als auch pointierte Kommunikation ermöglicht wird.
Neben großen Namen wie Friedrich Schiller, Edgar Allan Poe und Rainer-Maria Rilke finden sich daher auch heute eher weitgehend vergessene Autoren. Viele von ihnen gehören zu den während der Nazizeit "verbrannten Dichtern", wie Ernst Goll oder Erich Mühsam.
Man sieht es den Texten nicht an, auf welche Weise ihr Autor selbst ums Leben gekommen ist oder was ihn dazu veranlasst hat, sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Gedichte müssen nicht auf wahren Begebenheiten beruhen, sie müssen nur wahr sein. Im Umkehrschluss ist der Umstand, dass

Edgar Allan Poe, Hertha Kräftner, Ernst Goll, Erich Mühsam, Paul Celan, Dietrich Bonhoeffer, Ricarda Huch, Erich Kästner, Georg Trakl, Carl-Michael Bellman, Rainer-Maria Rilke, Theodor Fontane, Gottfried Benn, Friedrich Schiller, Klabund, Alfred Lichtenstein, Georg Busse-Palma, Matthias Claudius, François Villon, Paul Zech, Paul Celan, Wolfgang Borchert und Hermann Kasack

tot sind, zwar eine Tatsache, aber wahr ist sie nicht.

Zurück zur Seite Home
Und ich werde nicht mehr sein

Und ich werde nicht mehr sein
von G. Baumgarten & C. Moritz

04.02.2012 um 20:00

11.02.2012 um 20:00

18.02.2012 um 19:00

25.02.2012 um 20:00

03.03.2012 um 20:00

Termine